
"Du bist ein süßer Dodel... Ich liebe dich!", man denkt an diesen Satz. Man bekommt ein komisches Gefühl im Bauch und ist sich nicht sicher ob es die vorhergesagten Schmetterlinge sind oder man einfach scheißen muss. Es geht ums Wochenende... ;)
Es ist Wochenende und am Wochenende geht man in die Stadt trinken. Ohne Freundin. Unterwegs zu sein ist eine Tretmühle, man will eigentlich nicht, jedoch ist die Sensationsgeilheit groß. Man will etwas erleben. Man trinkt, wie es Mittelgroßkleinstädter nun mal tun und fühlt sich gut dabei. Vorerst. Überall ist etwas los. Gebrauchte Kondome pflastern der Büsche Wurzeln, auf welche man pinkelt. Verschiedene Mädchen lächeln einem zu, reden, tanzen, weinen, kotzen und knutschen. Faszinierend findet man das. Den Stadtpark. Durch den leichten Schleier der sich, nach den drei beim Laufke gekauften und später warm getrunkenen Dosenbier, über den Dioptrien gedimmten Blick legt, beobachtet man und saugt jedes Fünkchen Exzess auf. Zum Abschied oder auch am Ende des Ausnahmezustandes, legt Elena die Hand um Einen und spielt Begleitung bis zur letzten Straßenbahn. Selbst gehen ist nur mehr schlecht möglich. Man bekommt zum Abschied einen kleinen Kuss. Sie schmeckt nach Zigaretten, billigem Wein und Lipgloss und Mädchen. Egal was diese Geschöpfe machen sie schmecken immer gut, riechen gut, fühlen sich gut an... Man ist hin und her gerissen zwischen übermäßigen Endorphin-Ausstößen welche sich im Penis manifestieren und schlechtem Gewissen gegenüber der Freundin. Zwecks Penis und ankommender Straßenbahn lässt man Elena los und steigt ein.
Jetzt ist alles egal, alles gut. Man denkt an nichts, nur an den Abend und wie lange man sich daran erinnern wird und singt im Kopf das Lied, welches man den ganzen Abend mit Elena gegrölt hat:
"I see trees of green, red roses too, i see them blue, for me and you and i think to myself --> what a wonderful world!!!"